Wissenschaft

Meine selbstgemachte Puppe trägt meine Geschichte

Ein Workshop für Kinder und Jugendliche von Studierenden der Ergotherapie an der FH Krems gemeinsam mit Fremde werden Freunde

Das Ziel ist das Modellieren einer persönlichen Puppe, nach dem therapeutischen Konzept von Gerda Gauda. Durch dieses gemeinsame Gestalten sollen die Kinder ein positives Gefühl der Bestätigung bekommen.

Wie genau wird die Puppe gemacht?

Aus einem formbaren Material wird eine Puppe gebastelt. Durch die Anleitung der Studierenden werden eigene Gedanken und Wünsche mit eingearbeitet. Zur Herstellung der Puppen werden nur wenige Materialien benötigt, die meisten davon bestehen aus wiederverwerteten Materialien. Wenn ihr mitmachen möchtet bringt gerne eure eigenen Stoffreste mit, zum Beispiel einen Ärmel von einem alten Lieblings Pullover. Wir stellen aber genügend Material zur Verfügung.

Warum ist es nicht nur eine Puppe?

Das Angebot bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zum Mitmachen und Meinungsäußerung. Es gibt Kindern die oft zum Schweigen gebracht und ausgegrenzt werden eine Stimme. Beim therapeutischen Puppen basteln wird die Kraft des gemeinsamen Handelns und des miteinander Sprechens spürbar und wirkt sich positiv auf die Kinder und Jugendlichen aus.

Wann, Wo und Wie:

Am 21.4.2022 von 13:00 bis 16:30 und am 19.5.2022 von 13:00 bis 16:30 im Freunde Salon (Garnisongase 11, 1090 Wien).

Die Puppen werden an beiden Termine gefertigt, daher ist eine Anwesenheit an beiden Terminen notwendig. Bitte meldet euch an unter events@fremdewerdenfreunde.at wenn ihr mitmachen wollt. Falls ihr es zeitlich nicht schafft um 13:00 im Freunde Salon zu sein sagt uns einfach bei Anmeldung bescheid bis wann ihr kommen wollt.

Die Teilnehmer:innen Zahl ist leider begrenzt. Deshalb meldet euch bitte schnell an. Anmeldeschluss ist der 31.3.22. (Aktuell sind wir gerade schon voll aber ihr könnt euch gerne Anmelden für die Warteliste falls wer ausfällt geben wir euch bescheid.)

Es wird Snacks und Getränke geben. Bitte beachtet, dass im Freunde Salon die 2G Regel gilt.

Das Projekt wird von Seiten der FH Krems von Hannes Außermaier und Karoline Bierner ergotherapeutisch und sozialpädagogisch begleitet. Wir freuen uns auf euch!

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MIRROR-Horizon 2020 Konferenz in Malta

,,Horizon 2020 ist das Forschungsprogramm zur Förderung von Forschung und Innovation von der Europäischen Kommission. Gemeinsam mit 13 weiteren Organisation sind wir Forschungspartner im 3-jährigen Forschungsprojekt MIRROR.  Am 15. und 16. Dezember 2021 fand die Horizon 2020 Konferenz „Migration in Focus: Addressing Informational Challenges in Humanitarian Actions” in Malta statt. Sie wurde im Rahmen des Horizon 2020 EU-Forschungsprojekt MIRROR organisiert. Internationale Migration und die Rolle von Information war das Thema. Die Konferenz beschäftigte sich mit Informationslücken von Migrantinnen und Migranten. Außerdem wurden politische Maßnahmen und Handlungen humanitärer Organisationen diskutiert, um diese Lücken zu schließen.

Bei der hybriden Konferenz, die vor Ort wie auch online stattfand, stellten die Expert:innen einerseits Ergebnisse aus der unserem Horizon 2020 Forschungsprojekt MIRROR vor, um darüber zu diskutieren. Andererseits teilten Initiativen aus der Zivilgesellschaft ihre Erfahrungen und innovativen Konzepte, weil Vernetzung und gemeinsames Wissen erweitern, wichtig ist. Das Ziel: Geflüchtete Menschen besser zu erreichen und mehr Informationen zu ihnen zu erhalten.

Kathrin Braun präsentiert unsere Horizon 2020 Forschungsergebnisse

Kathrin Braun aus unserem Team hat sich die letzten Monate intensiv Daten beschäftigt, um sie zu analysieren. Wir haben zahlreiche Interviews mit Geflüchteten und Expert:innen durchgeführt, um neues Wissen zu generieren. Kathrin präsentierte unsere  Forschungsergebnisse zum Kommunikationsverhalten von Menschen auf der Flucht in Bosnien und Herzegowina, damit den Teilnehmer:innen ein differenzierter Einblick zur Thematik gegeben wird.

Große Organisationen wie IOM und UNHCR stellten vor, wie Daten helfen können, besser auf die Bedürfnisse von Menschen auf der Flucht zu reagieren. Das Border Violence Monitoring Network präsentierte die Rolle von Technologie, um illegale Push-Backs zu dokumentieren. Helpcode aus Italien zeigte etwa, wie Satellitenaufnahmen bei der Unterstützung von Opfern bei Naturkatastrophen helfen können.

Die Vortragenden und das Publikum waren Forscher:innen, Aktivist:innen und Mitarbeiter:innen zivilgesellschaftlicher Organisationen, die zusammengekommen sind um gemeinsam zu lernen. Das führte zu spannenden und anregenden Diskussionen.

Erfahre mehr über unsere Forschungsaktivitäten

Wir werden euch hier auf dem Blog über die weitere Entwicklung des Projekts und über unsere Ergebnisse am Laufenden halten. Weitere Infos findet ihr auch auf unserer Projektwebsite.

Mehr zu allen Forschungsaktivitäten von Fremde werden Freunde findet ihr hier: www.fremdewerdenfreunde.at/forschung 

Spenden helfen uns, auch weiterhin Wissen im Bereich Migration zu schaffen und Forschung inklusiver zu gestalten. Deine Spende ist ein wesentlicher Beitrag. Danke!

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PODCAST SALONGESPRÄCHE: Podiumsdiskussion „POLITISCHE PARTIZIPATION VON MIGRANTINNEN UND GEFLÜCHTETEN“

Wir sind „Fremde werden Freunde“. Uns geht es um Zusammenhalt in der Gesellschaft und darum Engagement sichtbar zu machen. In diesem Podcast kommen gesellschaftlich benachteiligte Menschen genauso wie Expert:nnen zu Wort.

Wie steht es um die demokratische Legitimation der repräsentativen Demokratie in Wien? Was bedeutet das für die Inklusion und Integration von Menschen ohne österreichischen Pass?

Zu diesen Fragen haben das oiip und Fremde werden Freunde zwei aktuelle, durch den Wissenschaftsfonds der Stadt Wien geförderte Projekte durchgeführt. Am 9. November wurden die wichtigsten Ergebnisse von Mag. Kathrin Braun (Fremde werden Freunde), Dr. Vedran Džihić & Dr. Cengiz Günay (oiip – Österreichisches Institut für Internationale Politik) im Mezzanin in Wien präsentiert. Danach diskutierten Munira Mohamud, Zahra Hashimi  zum Thema Partizipation aus ihrer Sicht als Bürgerinnen, Betroffene und Aktivistinnen mit Dr. Sieglinde Rosenberger (Universität Wien) unter der Moderation von Dr. Tobias Spöri.

„Es ist so schwer von einer Demokratie zu sprechen, wenn so viele Menschen nicht wählen dürfen.“ (Munira Mohamud)

Wir sind nicht nur ein Teil der Gesellschaft, wir sind diese Gesellschaft. Wir wollen, dass nicht über uns gesprochen wird, sondern mit uns.“ (Zahra Hashimi)

DER PODCAST SALONGESPRÄCHE IST ZU HÖREN AUF:

Apple Podcasts

Spotify

Google Podcasts

Pocket Cast uvm.

Viel Freude beim Hören!

Fremde werden Freunde ist 2015 entstanden. Gemeinsam haben wir seither nahezu 1000 Veranstaltungen als Orte der Begegnung, durch Freiwilligenengagement, organisiert. Wir betreiben einen Salon im Herzen von Wien: Den Freunde Salon für Miteinander und Zivilgesellschaft. Hier findet Begegnung statt.  Aus diesem senden wir auch unseren Podcast.

Gefällt dir unser Podcast und unser Tun? Dann unterstütze uns bitte mit einer Spende. So bringen wir gemeinsam noch mehr Menschen in Begegnung. Du ermöglichst die Inklusion benachteiligter Menschen in unsere Gesellschaft und stärkst das Tun unserer Freiwilligen. Danke!

www.fremdewerdenfreunde.at/spenden/ oder www.fremdewerdenfreunde.at/shop

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Wie steht es um die Politische Partizipation in Wien

Am 9. November haben wir zur Studienpräsentation und Diskussion in Wien unter dem Titel „Engagiert. Transnational. Ausgegrenzt? Politische Partizipation von Geflüchteten und Migrant:innen in Wien“ geladen.

In Wien dürfen mehr als 30 % der Bevölkerung ab 16 Jahren nicht wählen. Diese Entwicklung wirft zunehmend grundlegende demokratische Fragen auf. Wie steht es um die demokratische Legitimation der repräsentativen Demokratie in Wien? Was bedeutet das für die Inklusion und Integration von Menschen ohne österreichischen Pass?

Zu diesen Fragen haben das oiip und Fremde werden Freunde zwei aktuelle, durch den Wissenschaftsfonds der Stadt Wien geförderte Projekte durchgeführt.

Am 9. November wurden die wichtigsten Ergebnisse von Mag. Kathrin Braun (Fremde werden Freunde), Dr. Vedran Džihić & Dr. Cengiz Günay (oiip – Österreichisches Institut für Internationale Politik) im Mezzanin in Wien präsentiert. Danach diskutierten Munira Mohamud, Zahra Hashimi  zum Thema Partizipation aus ihrer Sicht als Bürgerinnen, Betroffene und Aktivistinnen mit Dr. Sieglinde Rosenberger (Universität Wien) unter der Moderation von Dr. Tobias Spöri.

„Es ist so schwer von einer Demokratie zu sprechen, wenn so viele Menschen nicht wählen dürfen.“ (Munira Mohamud)

Wir sind nicht nur ein Teil der Gesellschaft, wir sind diese Gesellschaft. Wir wollen, dass nicht über uns gesprochen wird, sondern mit uns.“ (Zahra Hashimi)

 

 

Fotos: (c)Habib Towhidi

Kathrin Limpel, Geschäftsführerin Fremde werden Freunde

Kathrin Braun, Fremde werden Freunde

Tobias Spöri

Vedran Džihić (oiip)

Cengiz Günay (oiip)

Munira Mohamud

Zahra Hashimi

Sieglinde Rosenberger (Universität Wien)

 

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Erstes Review-Meeting unsers EU-Forschungsprojekts MIRROR

Am 15. September war es soweit. Das Review für unser EU Horizon 2020 Forschungsprojekt fand statt. Eigentlich sollten wir dafür zur EU Kommission nach Brüssel fliegen, aber ihr wisst ja, wegen Corona ist das nicht möglich. Deshalb fand das Review online statt.

Bei dem virtuellen Treffen wurden erste Ergebnisse und Erfolge präsentiert und weiteres Vorgehen für die nächsten zwei Jahre im gesamten Konsortium diskutiert. Zweck des Meetings war es, dem Projektofficer der Europäischen Kommission sowie Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis, wie zB UNHCR und OXFAM diese Inhalte zu präsentierten und zukünftige Schritte zu besprechen. Unser Fortschritt und die Entwicklung des Projekts wurde sehr positiv beurteilt.

MIRROR  (Migration-Related Risks caused by misconceptions of Opportunities and Requirement) ist ein europäisches Horizon2020 Forschungsprojekt. Dieses hat zum Ziel, ein besseres Verständnis dafür zu entwickeln, wie Migrant*innen Europa als Ziel für Migration wahrnehmen und welche Rolle Medien und Kommunikation bei dieser Wahrnehmung spielen.

Das Konsortium besteht aus 14 Partnerorganisationen aus 6 Ländern und setzt sich aus Universitäten, Non-Profit-Organisationen, Forschungsinstituten, Unternehmen und öffentlichen Behörden zusammen.

Wir werden euch hier auf dem Blog über die weitere Entwicklung des Projekts und über unsere Aufgaben und Erkenntnisse am Laufenden halten. Weitere Infos findet ihr auch auf unserer Projektwebsite https://h2020mirror.eu/ 

 

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Uni Freunde – Sommersemester 2020

Die Uni Freunde Community ist ein inklusives Studierenden-Netzwerk für Alle. Miteinander gestalten wir das Studium an Wiener Universitäten inklusiver.

 

……

AKTUELLES UPDATE // 31. März // Veranstaltungen finden aktuell online statt. 

…..

StipMent – Programm für Studierende im Asylverfahren

Studierst du an einer Wiener Universität und befindest dich zur Zeit im Asylverfahren, dann melde dich an und finde mit uns gemeinsam eine/n passende/n Mentor/in!

Wir bieten

  • Umfassende Unterstützung durch ein Peer-Mentoring Programm in den ersten Semestern des Studiums.  Studierende aus höheren Semestern werden zu BegleiterInnen im Studienalltag und stehen mit Rat und Unterstützung zur Seite. Miteinander und von einander lernen steht dabei im Vordergrund.
  • Kursstipendien am Vorstudienlehrgang der Wiener Universitäten

Die Anmeldung für das Sommersemester ist bereits geschlossen.

Uni Freunde Mentoring

Workshops für geflüchtete Studierende

Regelmäßige Begleitworkshops zum Studium erleichtern den Einstieg in den Universitätsalltag und unterstützen Geflüchtete beim lernen.

Uni Freunde Workshop-Termine für das SS2020:

3. März 2020 16:30: Mitschrift  – im Freunde Salon (Garnisongasse 11, 1090 Wien)

5. Mai 2020 16:30: Online-Lernen Tools Teil 1 – online auf Zoom

11. Mai 2020: Online-Lernen Teil 2 – online auf Zoom

9. Juni 2020 16:30: Wissenschaftliches Lesen – online

 

Die Uni Freunde Workshops zu den Themen Mitschrift und Wissenschaftliches Lesen finden in Kooperation mit dem CTL –Center for Teaching and Learning statt und sind optimal auf die Bedürfnisse von StudienanfängerInnen mit Deutsch als Zweitsprache zugeschnitten.

Für den Workshop zum Thema Online-lernen konnten zwei Experten von PolEdu als Vortragende gewonnen werden.

Die Workshops 2-4 finden aufgrund der aktuellen Corona-Ausnahmesituation online statt. Vor jedem Workshop bekommen die TeilnehmerInnen einen Link per Mail.

Austausch und regelmäßige Treffen

Der Uni Freunde Stammtisch bietet Raum zum Kennenlernen! Hier organisieren wir in der Gruppe gemeinsam unterschiedliche Freizeitaktivitäten und Bildungsangebote. Spaß und Miteinander stehen hierbei im Vordergrund.

 

Uni Freunde Stammtischtermine SS2020:

3. März 2020 im Freunde Salon (Garnisongasse 11, 1090 Wien)

5. Mai 2020  Online auf Zoom

11. Mai 2020 Online auf Zoom

9. Juni 2020 Online auf Zoom

jeweils nach den Workshops

Komm und werde Teil der Uni-Freunde, wir freuen uns auf Dich!

 

Wer ist für das Projekt verantwortlich?

Mag.Kathrin Limpel, Verein Fremde werden Freunde

 

Mag.a Margarete Kernegger, ehem. Leiterin des Vorstudienlehrgangs der Wiener Universitäten (VWU)  Mag.a Sonja Winklbauer, Leiterin des VWU

 

     Das Projekt erhält eine Förderung vom Fonds Soziales Wien

 

Fragen rund um das Projekt Uni Freunde können jederzeit an hallo@fremdewerdenfreunde.at gerichtet werden.

 

 

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Werden bei „Fremde werden Freunde“ aus Fremden tatsächlich Freunde?

„Freiwilligenarbeit in der Flüchtlingshilfe“

So nennt sich eine aktuelle Lehrveranstaltungen der Uni Wien, die sich mit den derzeitingen Entwicklungen in Österreich auseinandersetzt und Freiwilligenarbeit in der Flüchtlingshilfe erforscht. Drei motivierte Studierende haben uns im Freunde Salon besucht, da Fremde werden Freunde zum Objekt ihrer Forschung wurde. Im #miteinander Blog geben sie Einblick in ihre Forschungsergebnisse, damit ihre Erkenntnisse Einzug in die Praxis finden.

Ein Beitrag für die Lehrveranstaltung „Freiwilligenarbeit in der Flüchtlingshilfe“ am Institut für Soziologie an der Uni Wien:

Werden bei „Fremde werden Freunde“ aus Fremden tatsächlich Freunde?

Unser vierköpfiges Team hatte im Rahmen der
Lehrveranstaltung „Freiwilligenarbeit in der Flüchtlingshilfe“ die Möglichkeit, anhand einer
Feldbeobachtung in einem der „Fremde werden Freunde“- Cafés, sowie eines Interviews mit dem
Mitglied Lisa Pölzl, das Netzwerk „Fremde werden Freunde“ kennenzulernen und
sozialwissenschaftlich zu beleuchten.

Die Erhebungen und erste Schlussfolgerungen

Die Beobachtung im Fremde werden Freunde – Café, das an diesem Tag eine Besichtigung des neuen
„Fremde werden Freunde“-Gemeinschaftsbeetes beinhaltete, gab uns einen ersten Einblick in
den Ablauf und die Gruppendynamik der Organisation. Vor dem Hintergrund unserer
Arbeitshypothese, die meisten Freiwilligenorganisationen und Freiwilligenarbeit seien hierarchisch und systematisch
organisiert, wurde deutlich, dass es sich hierbei um keine typische Freiwilligenorganisation zur
Flüchtlingshilfe handelt. Dem Treffen schien eine offene Organisation zugrunde zu liegen und es war
keine hierarchische Struktur ersichtlich. Aus dieser Beobachtung und der Tatsache, dass das Treffen
fotografisch dokumentiert wurde, leiteten wir einige Aspekte ab, die in weiterer Folge im Interview
thematisiert werden sollten: Die von uns hoch eingeschätzte Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit und
Internetpräsenz, die nicht vorhandene Trennung beziehungsweise das Verschwimmen von
Veranstaltenden und Teilnehmenden in ihrer gesellschaftlichen und organisationsinternen Rolle, sowie
das vielfältige Veranstaltungsangebot und die selbstläufige Organisation der Events.

Interview

Wir begannen das Interview mit einer erzählgenerierenden Einstiegsfrage und beendeten es mit dem
Kontaktaustausch unserer Instagram-Accounts und einem gemeinsamen Selfie. In der
dazwischenliegenden Zeit erfuhren wir von der Entstehungsgeschichte und demnach von den Anfängen der
Organisation im Jahr 2015. Ebenso wurde von der Herausbildung von Freizeit-, Kultur- und Bildungsaktivitäten,
die von den unterschiedlichsten Menschen initiiert und geleitet, je nach Nachfrage fortgeführt, und in
der entsprechenden Facebook-Gruppe ausgeschrieben werden, berichtet.

Außerdem kam das Thema der
emotionalen Involviertheit und Freundschaft durch Freiwilligenarbeit in der Organisation auf, deshalb haben wir unsere anfänglich
gestellte Frage überdacht. Nämlich, ob aus Fremden bei „Fremde werden Freunde“ denn tatsächlich Freunde würden. Wir kamen zu dem Schluss, dass wohl grundsätzlich nicht der Anspruch auf eine lebenslange Freundschaft
erhoben wird, sondern es um ein Kontakteknüpfen geht, das als Sprungbrett für den Aufbau eines
Netzwerkes in Wien dient. Tatsächliche tiefe und langfristige Freundschaften entstehen hier scheinbar,
sind aber nicht in erster Linie intendiert.

Fazit

Die Organisation funktioniert möglicherweise gerade deshalb, weil hier
nicht die Expertise und Profession vordergründig ist, sondern es um Menschen geht, die auf
Augenhöhe ihre Freizeit miteinander verbringen. In diesem Zusammenhang kann das so entstehende
Netzwerk, das seinerseits aus Menschen mit verschiedenen Professionen besteht, die eigentliche
Unterstützung gewährleisten. Die Analyse der Beobachtung und des Interviews lässt darauf schließen,
dass Fremde werden Freunde erst durch die Freiwilligkeit der Teilnehmenden, der Engagierten und
des Organisationsteams zu einem wechselseitigen Netzwerk des Austauschs und der Inklusion wird.

Danke Gül, Stella & Kübra für euren Beitrag und eure spannende Forschung!

 

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Es geht nur Miteinander❤️

 

 

Das Projekt „Inklusives Corporate Volunteering“ ist gefördert von:

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Salongespräch mit Melita Sunjic

Flucht und Kommunikation über Flucht

Zur Eröffnung unserer Diskussionsreihe „Salongespräche“ durften wir Melita Sunjic bei uns im Freunde Salon begrüßen. Sie gab uns einen umfangreichen Einblick in ihre Arbeit beim UNHCR und im Anschluss daran wurden wichtige Themen in der Gruppe besprochen.

Vom UNHCR in den Freunde Salon

Melita Sunjic ist Kommunikationsexpertin und leitete über viele Jahre die Kommunikationsabteilung des UNHCR. Sie kennt Kriegs und Krisenregionen und weiß um die Macht der Kommunikation in diesem Bereich. Durch zahlreiche Feldforschungen und Kampagnenarbeit in den Herkunftsländern wurde sie zu einer der führenden ExpertInnen für wirkungsvolle und niederschwellige Informationskampagnen in Krisengebieten. Daraus entstand die Online-Kampagne tellingtherealstory.org, in der Geflüchtete ihre persönliche Geschichte erzählen, um Menschen in ihren Heimatregionen ein realitätsnahes Bild der möglicherweise geplanten Flucht näherzubringen.

Miteinander bringt wertvollen Austausch

Und auch an diesem Abend wurde viel miteinander gesprochen. Im Freunde Salon treffen Menschen mit verschiedensten Erfahrungen und den unterschiedlichsten Geschichten aufeinander und Austausch kann entstehen. Das macht diesen Ort so wertvoll. Wenn sich hochrangige ExpertInnen mit Betroffenen austauschen, wenn akademischer Diskurs auf Zivilgesellschaft trifft, dann entsteht Miteinander und Kontakt auf Augenhöhe.

Durch diesen sehr besonderen Abend führte Julia Raptis.

Das nächste Salongespräch findet am Mittwoch, 13.6. statt und wir freuen uns sehr, Caspar Einem, ehem. österreichischen Innenminister als Gast zum Thema „Wie kann Integration gelingen“ begrüßen zu dürfen.

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Die Sprache(n) der Fremden/Freunde

Sandra Radinger

In meiner Diplomarbeit (2016), die ich mittlerweile schon auf mehreren Konferenzen präsentieren durfte, untersuchte ich die Interaktion zwischen Geflüchteten und ansässigen Wiener*innen aus sozio-linguistischer Perspektive. Die Frage war, wie und mit welchen sprachlichen Ressourcen sich zunächst „fremde“ Personen verwenden, um miteinander zu kommunizieren und wie sie ihre Sprachen in diesem Miteinander erleben.

Mit Sprachtagebüchern und Interviews zu den Ergebnissen

Sechs Personen aus dem Kreis der „Fremde werden Freunde“ führten dazu ein Sprachtagebuch. Im anschließenden Interview teilten sie mit mir ihre Erfahrungen und Gedanken über die Rolle ihrer Sprachen in ihrem Leben. Nicht nur aufgrund der Aktualität des Themas „Mehrsprachigkeit“, sondern auch durch die Ergebnisse meiner Arbeit in Hinblick auf Handlungsfähigkeit und Sprachbewusstsein, sind die Einblicke in die Sprach(en)-Welt der „Fremde werden Freunde“ besonders interessant für die Forschung:

Zunächst verdeutlichen die Ergebnisse, dass Menschen, die in der Organisation aktiv mitarbeiten, bereits durch ihr Mitmachen eine Message nach außen abgeben. Im Diskurs um die „Flüchtlingskrise“, positioniert man sich durch dieses Handeln deutlich. Handlung wird Sprache.

Durch Wille und Engagement wird eine Praxis des Miteinanders entwickelt, die „Fremde“ in „Freunde“ umdeutet.

Sandra Radinger

Begegnung fördert die sprachlichen Interaktion

Außerdem zeigte sich, dass „FwF“ einen Rahmen bietet, in dem man nicht bloß miteinander Sachen unternimmt, sondern auch miteinander neue Wege der sprachlichen Interaktion findet. Durch Wille und Engagement wird eine Praxis des Miteinanders entwickelt, die „Fremde“ in „Freunde“ umdeutet. Die Notwendigkeit des Willens zur Interaktion und dem daraus folgenden Engagement der Teilnehmer*innen scheint durch das bewusste Eintreten in den Raum des Miteinanders besonders hervorgehoben zu werden. In den Gesprächen zeigten die Teilnehmer*innen überwiegend hohes Bewusstsein über die Notwendigkeit von erhöhtem Investment an Zeit, Geduld, und Interesse am „fremden“ Gegenüber. Je nach Situation, Ziel und Beziehung der Beteiligten wird dieses Investment auch getätigt.

Mit geteilter Verantwortung zu erfolgreicher Kommunikation

Die Teilnehmer*innen agieren in mehrsprachigen Kontexten zum Beispiel als Übersetzer*innen, fragen gezielt nach der Bedeutung von Phrasen, geben dem Gegenüber Zeit sich auszudrücken und sprechen das Thema der Sprachwahl offen an. Durch Strategien wie diese, zeigen die Teilnehmer*innen ein hohes Bewusstsein über die geteilte Verantwortung einer erfolgreichen Kommunikation und auch die Bereitschaft diese aktiv zu übernehmen, bzw. einfordern.

Die Ergebnisse der Studie weisen darauf hin, dass der Blick auf Sprach- und Interaktionsräume wie FwF, die Entwicklung von Sprachpraktiken fördern kann, die alle beteiligten als direkte Gesprächspartner*innen verstehen und ihnen die Würde und Handlungskraft als solche zugestehen.

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Zivilgesellschaft als Schlüssel für gesellschaftlichen Zusammenhalt

Arena Analyse 2018: Bildung und Zivilgesellschaft sind Schlüssel für gesellschaftlichen Zusammenhalt

Am 23.1. wurden im Parlament in Wien die Ergebnisse der aktuellen Arena Analyse präsentiert.  Die Arena Analyse wird jährlich durchgeführt und basiert auf einer Befragung von ExpertInnen, mit dem Ziel gesellschaftliche Trends frühzeitig zu erkennen.

Aus der diesjährigen Veröffentlichung geht das hervor, was vielen von uns schon länger Sorge bereitet: „Der gesellschaftliche Zusammenhalt wird auf unterschiedlichen Ebenen und durch vielfältige Aspekte schwächer“, so die nüchterne Zusammenfassung des Befundes.

Eine zu beobachtende Tendenz ist die zunehmende Grüppchenbildung unter Gleichgesinnten, die sich mehr und mehr nach außen hin abgrenzen. Stark begünstigt wird dieser Trend durch Digitalisierung und  Soziale Medien, wodurch Menschen vorwiegend in Echokammern kommunizieren, in denen die eigene Meinung reproduziert und bekräftigt wird. Die zentrale Bruchlinie in der Gesellschaft verläuft laut Osztovics, Mitautor des Berichtes, zwischen sich unterscheidenden Wertesystemen, die er in seinem Beitrag zur Präsentation als „regional verwurzelt mit Veränderungs- und Zuwanderungsbedenken“ sowie als „positiv und offen zur Globalisierung eingestellt“ betitelt.

Die aus dem Befund hervorgehende Empfehlung lautet daher: Dringend politische Maßnahmen zu setzen, um dieser Polarisierung entgegenzusteuern.

Im Zentrum stehen hierbei die Bereiche Bildung und Förderung der Zivilgesellschaft. Bildung müsse stärker darauf ausgelegt sein soziale Unterschiede auszugleichen und betreffend Zivilgesellschaft liest man in der Parlamentskorrespondez zur Arenaanalyse folgendes:

„Das Miteinander von Menschen mit unterschiedlichem sozialen Hintergrund könne […] verstärkt in zivilgesellschaftlichen Formen im Alltag gefördert werden, etwa in jeder Art von Verein. Der Erhalt des gesellschaftlichen Zusammenhalts sei sowohl eine politische Aufgabe, als auch eine Herausforderung für die Zivilgesellschaft.“

Und genau an dieser Stelle setzt Fremde werden Freunde an. Wir tun gemeinsam und stärken dadurch den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Unser Ziel ist es, zivilgesellschaftliches Engagement dahingehend zu unterstützen, sodass vermehrt Kontakt zwischen verschiedenen sozialen Gruppen entstehen kann. Im direkten, zwischenmenschlichen Kontakt auf Augenhöhe wird genau diesen Polarisierungstendenzen in der Gesellschaft entgegengesteuert und der Zusammenhalt wird nachhaltig gestärkt. Beobachten kann man diese Entwicklungen beinahe täglich im Rahmen unserer Aktivitäten, die Inklusion fördern und Miteinander schaffen. Wir alle sind Teil der Zivilgesellschaft und wir haben es in der Hand diesen Entwicklungen entgegenzuwirken. Tun wir’s einfach, miteinander.

Die Arena Analyse wird von Kovar & Partners seit 2006 jedes Jahr durchgeführt und hat das Ziel, sogenannte „Emerging Issues“ zu identifizieren und zu analysieren. Die Arena Analyse 2018, erstellt von Walter Osztovics, Andreas Kovar und Bettina Fernsebner-Kokert, steht auf der Website von Kovar & Partners unter dem Link www.publicaffairs.cc/arena-analyse-2018-wir-und-die-anderen/ zum Download zur Verfügung.

Parlamentskorrespondenz Nr. 34 (23.01.2018): Arena Analyse 2018: Bildung und Zivilgesellschaft sind Schlüssel für gesellschaftlichen Zusammenhalt Abrufbar unter: https://www.parlament.gv.at/PAKT/PR/JAHR_2018/PK0034/index.shtml

 

 

 

Das Projekt „Inklusives Corporate Volunteering“ ist gefördert von:

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